„Ich würde mir wünschen, dass es in den Metropolen Bewegungen gäbe, die diesen Krieg angreifen, unmöglich machen. Einfach den Nachschub kappen. Ich weiß, es ist angesichts des Zustands in den Metropolen utopisch (...) Auch auf längere Zeit wird es so bleiben. Schade, das wäre was. Eine militante Bewegung, die die Kriegsmaschine lahmlegt."
Diese Sätze schrieb Andrea Wolf am 1. Mai 1997 in den Bergen Kurdistans. Kurz vor einer großen Mobilmachung des türkischen Militärs. Ihr Wunsch ging leider nicht mehr in Erfüllung. Sie wurde am 23. Oktober 1998 gemeinsam mit weiteren kurdischen Guerillas vom türkischen Militär in der Nähe des Dorfes Keles in der Region Van gefangenen genommen, verhört, misshandelt und anschließend hingerichtet.
Wenn wir die Kriegsmaschinerie wirklich lahmlegen wollen, wenn das alles keine Floskel bleiben soll, wird es notwendig sein, antimilitaristische Politik neu zu bestimmen, indem wir Militarisierung und globalen Krieg gemeinsam, solidarisch und aus unterschiedlichen Kontexten heraus angreifen. Wir denken eine emanzipatorische linksradikale Politik ist ohne eine grundlegende antimilitaristische Ausrichtung nicht möglich!
quelle: linksunten.inymedia.org
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