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...und wir alle vereint...

Forderung 10

Schluss mit Manipulationen und Gehirnwäsche in Medien und Politik

“Für das, was Du, Tagesschau, als Information präsentierst, dafür, wie Du bei Auslandsthemen die Kritik in den Vordergrund stellst, die Du bei den Inlandsthemen ausblendest, und wie Du stets und ungeniert die herrschende Ordnung affirmierst – für solch unverblümt staatstragende Haltung hätte sich wahrscheinlich die Aktuelle Kamera der DDR geschämt.”   - Titanic -

     

 "Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, Ihre Meinung

  zu verbreiten.“  - Paul Sethe – Gründungsherausgeber der FAZ -

 

 “I feel stupid and contagious / Here we are now entertain us.”- Kurt Cobain -

In Forderung10 wollen wir uns die manipulativen Verführer, die Instrumente der Gehirnwäsche, näher anschauen und Lösungsansätze aufzeigen.

 

Eigentlich sind Fernsehen, Radio, Internet, Zeitungen, kurz die uns umgebenden Medien eine tolle Sache. Mit Ihnen können wir uns jederzeit informieren, ablenken, vergnügen, weiterbilden oder uns einfach von ihnen berieseln lassen. 

Medien in einem kapitalistischen System wie unserem werden allerdings immer von mächtigen Interessen benutzt, um uns für fremde Zwecke zu manipulieren.

Die Informationsflut, der wir heutzutage ausgesetzt sind, ist so groß, dass mit einem Tastendruck die Welt zum Dorf wird.

Das ist auf der einen Seite großartig, geht aber auf der anderen Seite auf Kosten unserer Phantasie.

Stellten wir uns früher beispielsweise die Lebensumstände eines Naturvolkes gedanklich vor, bekommen wir heute bunte Bilder, die uns virtuell und in Echtzeit Teil jenes Naturvolkes werden lassen. So werden wir unserer Illusionen beraubt, glauben aber nach einer 45minütigen Reportage, alles Wissenswerte über das Leben dieser Menschen erfahren zu haben.

Dieser Verlust unserer Phantasie zu Gunsten der Ware Information ist unserer  Meinung nach eines der größten Probleme unserer Zeit.

Ein Sprichwort sagt, dass Wissen Macht ist, doch wirklich wissen können wir erst, wenn wir es am eigenen Leib erfahren.

Die Nachrichten der Tagesschau können wir glauben, wirklich wissen ob sie stimmen, können wir solange nicht, bis wir uns real vergewissert haben.

Ein Beispiel:

Als es am 25.09.2012 zu einer über Facebook und Twitter verabredeten Demonstration in Madrid kam, mit dem Ziel das Parlament einzukesseln, entlud sich die aufgeheizte Stimmung in Gewaltorgien der Polizei gegenüber den Demonstranten.

Mehrere Livestreams mutiger Fernsehsender übertrugen die Geschehnisse. Internetnutzer konnten in Echtzeit verfolgen, was sich in Madrid abspielte.

Die 20:00h Tagesschau berichtete jedoch mit keinem Wort über die Ereignisse, die sich zeitgleich abspielten, auf Nachfragen auf dem Facebookaccount der Tagesschau verlauteten die Nachrichtenmacher, dass es auf Grund der geringen Teilnehmerzahl der Demonstranten nicht lohnen würde zu berichten. Noch nie war die Manipulation und Propaganda so offensichtlich und transparent auszumachen. Die Lüge konnte jeder sehen. Zehntausende waren auf den Straßen in Madrid!

Also halten wir fest: Informationen, die Medien vermitteln, sind eine Scheinwelt, die mit der realen Welt übereinstimmen können aber nicht müssen!

Die wichtige Frage, die wir uns immer stellen sollten, ist, welchen Interessen die uns umgebenden Medien dienen.

Wir leben in einem kapitalistischen System, also bestimmen diejenigen, die über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, indem sie den medialen Zeitgeist vorgeben und lenken.

Dass jeden Tag 80.000 Menschen an Hunger sterben, müsste jeden Abend von der Nachrichtensprecherin verlesen werden, stattdessen beschäftigt uns über Monate, ob Christian Wulff ehrlich ist oder nicht, im Angesicht des Elends auf dieser Welt, verursacht durch unser System, ist das nur noch dekadent und zynisch.

Jedes Machtsystem, jede Diktatur dieser Erde, im Osten wie Westen, im Norden oder Süden bedient sich gleichermaßen des Verführungspotenzials dieser technischen Errungenschaft. Auch die Diktatur des Geldes benutzt sie, um ihre Macht zu festigen und auszudehnen.

Es drängt sich hier immer mehr ein Vergleich auf: war es früher die Rolle der Religion, Menschen moralisch zu kontrollieren, Menschen abzulenken, nicht darüber nachdenken zu lassen, was alles möglich wäre, wenn wir nur einmal zusammenhalten würden, so scheint heute dieser Part von den Medien übernommen worden zu sein.

Der alte Karl-Marx-Satz vom Opium für das Volk hat nichts an Brisanz verloren, mit dem Unterschied, dass zur Religion die Massenmedien hinzugekommen sind, um den verlorenen Einfluss der Religion zu kompensieren.

Von der Intension her völlig verschieden haben die heutigen Medien den gleichen Effekt, wie er von den Religionen Jahrhunderte lang mühsam erzeugt wurde, mit dem Riesenvorteil mittels ihres Mediums unmittelbar Geld zu verdienen.

Die Religion hielt die Menschen in ihrer Ehrfurcht vor den Obrigkeiten gefangen und sorgte so mittelbar für den Machterhalt und das Ungleichgewicht des ökonomischen Vorteils der Adligen und Herrschenden gegenüber den übrigen Menschen jener Zeit.

Heute wird unmittelbar mit der neuen Massenreligion, den Medien, eine unvorstellbare Geldmasse verdient und gesellschaftlicher Einfluss auf unsere Gehirne genommen. Ein ausgeklügelter Angriff auf das limbische System, dem wir alle unterliegen müssen, es sei denn, wir verweigern uns den Mainstream-Medien.

Die Geldmasse wird ausschließlich dazu verwendet, die bestehenden Machtstrukturen zu sichern. Filmrechte, Sportrechte, Werbung, alles hat seinen Preis, der mal der einen, mal der anderen Seite zu Gute kommt, ein ausgeklügeltes System, das nahezu reibungslos funktioniert.

Der gesellschaftliche Einfluss wird benutzt, um Stimmungen zu erzeugen und die Bevölkerung für Reformvorhaben gefügig zu machen.

Obwohl sich das Fernsehen als Massenmedium erst in den sechziger Jahren langsam etablierte, sind wir heute in der Situation, zumindest in den reichen westlichen Ländern, dass nahezu jeder Haushalt, ob wohlhabend oder sozialer Verlierer, über einen Fernsehapparat verfügt, und somit über mehrere Stunden am Tag an die elektronische Welt angeschlossen ist.

Die Entfremdung der realen zu Gunsten der telegenen Welt ist ein weiterer Beleg für die desillusionierende Zeit, in der wir uns befinden. Eigentlich bestand die Hoffnung, dass Zugang zu mehr Informationen nicht zu einer Vereinheitlichung der Lebenswelt durch die internationale Herrschaft des Kapitals führen würde, sondern die Demokratisierung förderte. Der Irrglaube aber, dass Massenmedien zur Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen führen, scheint eher eine wiederkehrende Legitimationsstrategie für ihre Akzeptanz und Durchsetzung zu sein.

So formt die Medienlandschaft die gesellschaftliche und politische Willensbildung: Fragt sich wirklich jemand ernsthaft, wo die überwiegende Zustimmung zu Frau Merkel herkommt? Abgesehen davon, dass die Meinungsumfragen sich auf ausgewählte 5.000 Haushalte beziehen, sind die Seilschaften offensichtlich.

Die Medienkonzentration schreitet stetig voran!

Eine der weltweit einflussreichsten Meinungsmacher ist der Bertelsmann-Konzern. Der Bertelsmannstiftung steht Liz Mohn vor, die natürlich mit der Kanzlerin berfreundet ist.

Die Bertelsmannstiftung ist eine Macht ohne jegliches Mandat, die ganze Gesetzesentwürfe am Schreibtisch in Gütersloh konzipiert und komplette Gesetzgebungsverfahren souffliert.

Der Konzern ist in Deutschland der mit Abstand größte Oligopolist der veröffentlichten Meinung, er bestimmt den Mainstream, legt fest, was politisch korrekt ist und hat mittlerweile eine gesellschaftliche Gestaltungsmacht, die weit über den Einfluss von Verbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Parteien hinausgeht.

Die zweite Macht in Deutschland ist der Axel-Springer-Konzern. Das Flagschiff Bild-Zeitung bestimmt fast allein und nach Belieben die Mehrheitsmeinung im Land.

Dem Axel-Springer-Konzern steht Friede Springer vor, die selbstverständlich ebenfalls mit Angela Merkel befreundet ist. Der Kanzler-Gatte, Joachim Sauer, sitzt zudem im Kuratorium der Friede-Springer-Stiftung, man kennt sich eben.

Unabhängige Berichterstattung ist bei solchen Verflechtungen beim besten Willen nicht zu erwarten.

Wir haben es mit einseitigen Medien mit dem Trend der immer voranschreitenden Boulevardisierung zu tun. Einer Talkshow-    Gesellschaft, mit den immer gleichen Protagonisten, ohne jeglichen Tiefgang.

So bedarf es nicht einmal einer Pressezensur.

Oberflächlich gibt es Medien die dem eher linken oder eher rechten Lager zugeschrieben werden.

Alle eint: Über das kapitalistische Wirtschaftssystem und dessen Verbrechen herrscht Stillschweigen.

Politik und Medien sind verbandelt, Regierungssprecher kommen aus den Medien, ehemalige Politiker moderieren Talkshows usw.

Öffentlich-rechtliches Fernsehen gibt es nicht,  wir haben Staatsmedien, die demnächst von jedem Haushalt in Deutschland bezahlt werden müssen.

Zudem sorgt der enorme Einfluss der Wirtschaft für wohlfeile Berichterstattung. Autokritische Berichte werden wir vergeblich suchen, kein Wunder, sind doch die Automobile herstellenden Konzerne die größten Werbekunden der Medien.

Wenn die Menschenrechte wie derzeit in Spanien oder im Mai in Frankfurt (Blockupy) mit Füßen getreten werden, interessiert das keine Medienvertreter, lieber wird über Menschenrechtsverletzungen in China, Syrien oder Russland geschrieben, wir wollen ja schließlich alle auf der richtigen Seite stehen.

Aber warum gibt es keine kritische Berichterstattung mehr?

Es liegt am System selbst.

Die Honorare freier Journalisten sind extrem rückläufig, ihre unabhängige Berichterstattung nicht länger gewünscht (wenn sie es jemals wirklich war), in Ermangelung von Aufträgen flüchten viele daher in die Festanstellung.

Hier sorgt die permanent ansteigende Medienkonzentration immer mehr dafür, aus unabhängigen kritischen Journalisten vorformulierte  Mainstreamschreiber zu machen.  In den Redaktionen wird sich untergeordnet, es herrscht auch hier, wie überall in der Gesellschaft, Jobverlustangst und im Zweifel ist man sich selbst der nächste.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!

 

Ein letzter Hoffnungsschimmer bleibt das Internet.

Eine eigene Zeitung zu machen, einen Web-Blog zu betreiben, eigene Radio-und Fernsehstationen zu gründen, sind die uns verbleibenden Mittel, dem Mainstream wahre Informationen entgegen zu halten und weiter zu verbreiten.

Wir werden es ein Mal mehr selber machen müssen!

Viele haben damit begonnen, täglich kommen neue Menschen dazu. Neue Netzwerke entstehen und die Vielfalt entwickelt sich immer weiter.

Das alles ist gut so, denn: dies ist unsere einzige Chance, der Manipulation zu entfliehen...und wir werden Sie nutzen.